innen: welt. 2024

Zur├╝ck auf „sch├Ân“: Das innen: welt. hat seinen Termin im Januar zur├╝ck. Zwei B├╝hnen – und musikalische Entdeckungen gegen den Weihnachtsdudel und den Mainstream-Blues.

Vorverkauf

26,0030,00

Beschreibung

Das innen: welt. ist zur├╝ck! Zum ersten Mal seit 2020 am liebgewonnenen Januar-Termin – mit einer guten Handvoll musikalischer Entdeckungen aus Europa, ganz Deutschland und Bayern. Auf zwei B├╝hnen im Kafe Kult, mit Licht, Ausstellung, DIY und Mitmachaktion.

Der Plan steht unver├Ąndert: Im tr├╝ben Januar den ganzen Weihnachtsdudel aus den Ohren und Gehirnen sp├╝len und mit wuchtiger, leiser, komplexer, heartfelt Musik ersetzen.

Zum Vorverkaufsstart gibt es diesmal 50 besonders g├╝nstige „Early-Bird-Tickets“. Und die ganze Zeit ein Soli-Ticket, falls ihr nach den schwierigen Corona-Jahren innen.aussen.raum f├╝r neue ehrenamtliche, handgezimmerte Abenteuer auf M├╝nchens B├╝hnen unterst├╝tzen wollt. Link folgt!

Was es genau zu h├Âren gibt? Hier k├Ânnt ihr vorlesen und -h├Âren:

Dukla (Prag / Cesky Dream-Indie)
Wir pr├Ąsentieren euch, one (first) night in Munich only… Tschechiens Antwort auf The Radio Dept.: Zu lesen ist, dass Dukla einst als „die traurigste Band von Vinohrady“ galten. Das ist nat├╝rlich nur auf den Klang bezogen – und will in einer Emotionen provozierenden Stadt wie Prag etwas hei├čen. Besser tr├Ąfe es aber vielleicht „Melancholie“. Wellen schlagende Synthie-Teppiche tragen hier schw├Ąrmende Gitarren und Computer-Shuffle. Fast schade ist nur, dass die tschechischen Texte ohne ├ťbersetzungs-Tool kaum jemand hier versteht. Denn die sind (be)stechende Lyrik aus Stadt-, Zeit- und Weltschmerz – zwischen Fernweh und Wundern ├╝ber die parf├╝mierten R├Ąume der Malls. „Am Bordstein / Ich sitze und rauche / Der Asphalt schmilzt / W├╝stenluft / Die Autobahn / Richtung Zentrum / Er steht und blutet / Bis zum Abend.“ Auf Tschechisch klingt es aber sch├Âner. Auch ohne Verstehen.

Schramm (Wuppertal / LoFi, Indiepop)
Wir haben schon mal geh├Ârt, dem innen: welt fehle es an Tanzbarem. Well… We DO like party. Party with a meaning. So wie bei Schramm. Der macht mit unverhohlen-einfachen Mitteln etwas, das klingen kann wie die Strokes auf einer Beatmachine. Das bereitet Spa├č. Aber der eigentliche Anlass f├╝rs L├Ącheln beim H├Âren sind die Worte und Attit├╝de ├╝ber den Hooks und Tunes. Alle zweifeln, alle f├╝hlen sich manchmal l├Ącherlich… Warum nicht dar├╝ber singen, als Fehlbarer auf der B├╝hne – und im Chor der Verunsicherten zugeben: „It’s truely awkward to talk about sex / It’s truely awkward to talk about … sweaty hands“. Auf Instagram schreibt Schramm auch offen ├╝ber Lampenfieber und das fragile K├╝nstlerselbstbewusstsein. Und all das f├╝hlt sich sehr nach einem gro├čartigen Ansatz f├╝r Musik und Leben in den 20er-Jahren an. Tanzbar… ist es zudem.

Dhresen (Trier / Jazzy Post-Rock)
(Fast) nichts treibt uns bei innen.aussen.raum so sehr die Freudentr├Ąnen in die Augen wie der Fund eines (noch!) zu selten geh├Ârten fantastischen St├╝cks Musik. Wo sich Dhresen versteckt hatten, ist klar: In Trier. Wie ihnen das gelungen ist: nicht so sehr. Manch ein Track beginnt mit Rascheln und Rauschen. Dann wird es erst dunkel und bald auf beste Weise unberechenbar: Dhresen haben ein flinkes Piano und frisch funkelnde Elektronik als Fundament – was zuerst ein wenig zu meditieren scheint, bricht mit wild wirbelnden Drums aber auch gerne in einen kathartischen Rausch aus. Wenn dann der Break kommt, musste er genau da sein; ein Gebot der Wahrheit. Man k├Ânnte es eine Mischung aus Post-Rock, Jazz und Nu Classic nennen. Das w├Ąre aber irgendwie arg profan. Wie w├Ąr’s stattdessen mit „├╝berw├Ąltigende, virtuose, echte Musik“?

Ryvers (Wien / Looped Shoegaze)
Ja, die Tr├Ąnen in den Augen… Ende Oktober hie├č es beim Durchforsten der Weiten des Internets: Cry me a ryver. Aus einer einzigen Wiener Gitarre str├Âmt hier ein satt-rauer Strudel Sound mit beachtlichen Untiefen und einem himmlischen Stromschnellen-Rauschen – trippy wie vermutlich eine Nacht in „Madchesters“ legend├Ąren Shoegaze-Clubs der fr├╝hen 90er. Aber auch Zuh├Ârende ohne Faible f├╝r Stone Roses oder Ride k├Ânnen sich mittreiben lassen: Ryvers neue EP hei├čt „MAEANDER“. Das passt gut. Es wird eine musikalische Flo├čfahrt mit vielen bunten Ausblicken und ein paar erstaunlichen Wendungen werden. Und die bisherigen 38 Views auf Youtube? Geh, bitte! H├Âchste Zeit f├╝r mehr.

Colonnello (Augsburg / Indierock)
S├╝├čer, von Melodien getragener L├Ąrm – das ist Colonnellos Metier. Die Gitarren angezerrt, der Bass klar aber wuchtig, die Drums trocken und treibend und dar├╝ber artikuliert-sehns├╝chtiger Gesang. So hat Indie mal funktioniert. Und so wird die Band sicher auch die Kult-B├╝hne und innen: welt.ler.innen-K├Âpfe freir├Ąumen. Assoziationen sind erlaubt: Sie f├╝hren in wohlig warmes und etwas herbstliches Terrain. Die feinen Moment von Crash Tokio, Miles, Readymade oder den jungen Slut vielleicht. Nat├╝rlich steckt in Colonello noch mehr. Breaks, Schleifen und Reprisen geh├Âren dazu. An wen oder was ihr dabei denkt, ist nat├╝rlich euch ├╝berlassen. Aber wir finden: Dieser L├Ąrm tut gut.

Phia Blu (M├╝nchen / Songs)
In einer Stadt wie M├╝nchen, in der vor allem glattpolierter Pop gedeiht, ist Phia Blu eine erstaunliche Erscheinung: Noch weit unter den meisten Radaren traut sie sich, auf leise – oft akustische – T├Âne zu setzen. Und das Ergebnis ist kein generisches Songwriter-Geschrammel. Sondern sorgsam ausgearbeitete Musik mit noch sorgsamer in mutma├člich gro├čen Tiefen ersch├╝rften Texten. Eine Mitteilung statt Schlagworterei. Bei ihrem Gesang hat Phia Blu wiederum h├Ârbar doch Billie Eilish oder Aurora auf die Lippen geschaut. Und zuletzt gab es sogar erstaunliche Experimente mit Loops und Synthie-Sounds zu h├Âren. Wie das zusammenpasst? Sehr gut! Ihr werdet es beim innen: welt. erleben.

Kunststoffwerkstatt (M├╝nchen / Electronic)
Wer meint, dass in M├╝nchen kein Platz f├╝r positiven Irrsinn ist, muss vielleicht noch Kunststoffwerkstatt h├Âren. Rund um die Kunstakademie, fast schon in Schwabing, gedeiht – oder wuchert! – ein bunter musikalischer Strau├č mit Bl├╝ten aus schelmisch knarzenden und schmatzenden Beats und Klopfereien, Gesangsprengseln aus Dada oder Hintersinn – wer wei├č das schon – und fr├Âhlich bis entschlossen durch Klangtunnel zischenden Elektrodingsern. Ein bisschen vom ernst berlinernden Club-Bouquet ist auch dabei. Unsere Live-Party aus acht H├Ąnden und vier K├Âpfen f├╝r das innen: welt. 2024. Stay til the end!

Zus├Ątzliche Informationen

Ticket-Typ

Early Bird Ticket, Standard Ticket, Soli Ticket

Daten und so...

Datum: 2024-01-13

Einlass: 17:00

Ende: 03:00

Veranstaltungsort: Kafe Kult

Coordinates: 48.164969094172726,11.622751951217651

Anfahrt: Oberf├Âhringer Str. 156 | Bus 188 B├╝rgerpark Oberf├Âhring, Tram 16 Prinz-Eugen-Park

E-Mail: dabeisein@innen-aussen-raum.net