innen: welt. 2018

Festival ist unser liebstes Fest. Dieses Jahr mit unerh├Ârten, gro├čartigen Bands aus Polen, ├ľsterreich, England, Berlin ÔÇô und von ganz nah am Herzen.

Vorverkauf

17,00

Nicht vorr├Ątig

Endlich, Festival.
F├╝rs innen: welt. holen wir unentdeckte musikalische Welt nach M├╝nchen – sieben Bands, sieben mal anders: Anders, laut, nah, kompliziert, inspirierend, schwer zu finden. Nur nicht kalkuliert – und wenn doch, dann aber ganz besonders geschickt.
Am Ende soll jede Weihnachtsschokolade geschmolzen sein, jedes “Last Christmas” aus dem Kopf gewaschen und ein Jahr voller Klang vorausleuchten. Ein Abend Flucht aus M├╝nchen; hinein in die Welt.
Ehrensache dabei: Ein selbst zusammengeklebter Rahmen, nur f├╝r diesen Abend. Getr├Ąnke und W├Ąrmendes zu menschlichen Preisen und eine Party zum Abschluss.

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Ms. John Soda (Weilheimer Schule, M├╝nchen)

innen: welt. ist ein Festival f├╝r die neuen Kl├Ąnge. Aber in diesem Fall auch mal f├╝r die, die nie aus der Playlist verschwinden. Wir haben gefragt – und sie kommen! Ms John Soda 2018 auf der Hallenb├╝hne. Ein musikalischer Traum zwischen warm und unruhig. Zwei satte B├Ąsse und die Stimme von Steffi B├Âhm, die zusammen – f├╝r uns zumindest – schon viele n├Ąchtliche Wege durch die Stadt begleitet haben. Von 2002 bis zum j├╝ngsten Album “Loom”. Ms. John Soda machen Musik wie ein alter Freund mit warmem Herzen und verst├Ârend (selbst-)kritischem Kopf: Nach dem Treffen sieht man anders als vorher. Wir freuen uns darauf, diese Weilheimer Begegnung mit euch zu feiern.

Hearts Hearts (Tronics, Wien):

Als wir mal den Beschluss fassten, stets Anfang Januar mit neuer Musik all das festgeklebte Weihnachtslametta fortzuwaschen… gab’s zwar Hearts Hearts noch nicht. Aber vielleicht hatten wir die Band trotzdem ganz insgeheim im Sinn. Denn Hearts Hearts z├╝nden musikalisch etwas wie ein kaltes Feuer, das alle Nichtigkeiten aus dem Kopf brennt: Kein Ton, kein Instrument zu viel – und trotzdem laut, abgrundtief, elektrisch, ausget├╝ftelt und wichtig. So klingt das. Wie ein erholsamer Ausflug an den digitalen Klippenrand. Oder, falls ihr es lieber in unvollst├Ąndigen musikalischen Assoziationen habt: Radiohead, Alt-J und eine Spur Slut aus der Lookbook-Phase. Ja, so geht das in ├ľsterreich auch, ganz ohne Schm├Ąh. Das solltet ihr wissen, fanden wir.

AG Form (Post-Jazzrock, Berlin):

Was ist das f├╝r eine Band! Goodbye Konvention, auf Wiedersehen Dreiviertel-Takt. Bei AG Form fliegen Gitarrenspuren wie bunte B├Ąnder durch die B├╝hnenl├╝fte, der Bass zieht gr├╝blerische und groovige Kreise, das Schlagzeug breakt alle Erwartungen – wer aufmerksam ist, lauscht and├Ąchtig auf die Millisekunde zwischen dem Standard-Timing und dem kunstfertig gesetzten Drumschlag. Ein Moment zum Johlen, wie der Break im Elektro-Club – nur f├╝r echte Musikliebhaber. Fast schon zum Tanzen ist das manchmal. Und gro├čer, tiefer Spa├č.
Gerade erst am 1. Dezember ist AG Forms Deb├╝talbum “Commons” erschienen. Auch die “Spex” kommt nicht ums Tollfinden herum – und entdeckt eine “ausgekl├╝gelte Gitarrenfusion, die sich am Klang und Gestus von Postrock orientiert und vor Gef├╝hl und Handwerkskunst f├Ârmlich ├╝bersch├Ąumt.” Amen./Punkt

Coals (Synth-Pop, Warschau):

“ShyRap”, “ColdPop” oder auch “AmbientPop” nennen Katarzyna Kowalczyk und ┼üukasz Rozmys┼éowski ihre Musik. Und was tats├Ąchlich passiert, irgendwo in diesem skurrilen Stil-Dreieck, klingt eigentlich noch besser. In etwa wie: Den Beat aus dem Radio klauen, die Melancholie aus dem schlesischen Schneematsch. Dazu den heiligen Ernst und ein wenig Ironie (weil Polen eben doch nicht L.A. ist). Und fertig ist eine Mischung, die ziemlich l├Ąssig, sehr “jetzt”, manchmal sehr sph├Ąrisch und immer ziemlich faszinierend ist. Eine Kopfkino-Filmmusik f├╝r Musikliebhaber. Das kommt gut an: Die Experten von KEXP haben Coals schon zweimal live vorgestellt. Und beim Iceland-Airwaves haben sich Coals viele, viele Freunde gemacht. In M├╝nchen klappt das sicher auch.

Sam Aaron (Live-Coded-Electronic, Cambridge)

Sowas habt ihr noch nicht gesehen… Man sagt, das Internet habe die musikalischen Produktionsmittel demokratisiert. Oder simpler: Musik machen kann jetzt jeder. Sam Aaron legt f├╝r das elektronische Tanz-Set nach. Denn unser Mann f├╝r die Party ist ein Vision├Ąr, sympatisch-cooler Nerd und Cambridge-Dozent: Mit seinem Programm Sonic Pi coded er sein Set live – zum Mitlesen f├╝r alle. Zum Mittanzen f├╝r alle. Und Aaron sagt: Mit ein bisschen ├ťbung sogar zum Selbstmachen f├╝r alle, in aller Welt… So kann sich das also auch anf├╝hlen, wenn Musik politisch wird. Und sichtbar.

Great Atlantic (Indie, Berlin):

Great Atlantic haben wir im Sommer auf einer Festival-Blumenwiese neben einem pl├Ątschernden Bach kennengelernt. So ein Setting passt gut – ist aber gar nicht zwingend n├Âtig. Denn gesehen haben wir: Drei Wahl-Berliner, die ihrem Bandnamen ehrlich Ehre machen. Mit r├╝ckhaltlos melodi├Âsen Gitarrenlinien, knarzendem Bass, mit Chor-Passagen zum Mitsingen und ├╝ber Zuwinkern justiertes Zusammenspiel. Also, kurz… eine Band aus dem Bilderbuch. Die sich um das gro├če, tote Erbe des Indie gar nicht weiter schert und lieber gro├če Mengen Herz in ihre Songs wirft – eine Art musikalische Umarmung, gro├č genug f├╝r einen Moment am Ozean. Das muss manchmal dringend sein.

Eyeclimber (Dreambient, M├╝nchen)

Das Internet treibt seltsame Dinge. Das merkt man sp├Ątestens auf der Suche nach wunderbaren neuen Bands aus M├╝nchen. M├╝nchen ist ohnehin eine Stadt des ewigen Suchens… Aber dass die L├Âsung nun _nur_ im Internet wartet? Dort jedenfalls hat Eyeclimber schon viele Fans. Was kein Wunder ist: Wo Melodien leicht und melancholisch schweben, die Technik wohldosiert knarzt und der Sound nach luftigen K├╝sten klingt – und nach Bon Iver, zum Beispiel – h├Âren kundige Menschen gerne hin. Und klicken schon mal 134.000 mal auf ein Video eines unbekannten K├╝nstlers. Das der dann aus M├╝nchen kommt, den (mit ÔÇ×DreambientÔÇť akkurat selbstbeschriebenen) Sound ab 2018 auch live auf die B├╝hne bringen will und bei uns samt Band damit anf├Ąngt: Ein Traum!

Daten und so: innen: welt. Festival | 13.01.18 | Einlass 17.00 Uhr | Kafe Kult, Oberf├Âhringer Str. 156 | Bus 188 B├╝rgerpark Oberf├Âhring, Tram 16 Prinz-Eugen-Park | Eintritt: 14 Euro bis 20.12., danach 17 Euro | Bier: 2,50 (Augustiner, Tegernseer, ÔÇŽ)

Datum: Donnerstag, 01. Januar 1970

Einlass: 17:00

Veranstaltungsort: Kafe Kult

Anfahrt: Oberf├â┬Âhringer Str. 156 | Bus 188 B├â┬╝rgerpark Oberf├â┬Âhring, Tram 16 Prinz-Eugen-Park

E-Mail: dabeisein@web158.s162.goserver.host