innen: welt. 2016

Von “Tradition” wollen wir nicht sprechen. Aber so sollen unsere Jahre anfangen. Mit neuer Musik, Kult-W├Ąrme. Und vielleicht ja wieder einem “ausverkauft”-Schild: Mit dem sechsten innen: welt.-Festival.

Vorverkauf

15,00

Nicht vorr├Ątig

Wir m├Âgen: Drau├čen kalt und drinnen Kafe Kult. 40 H├Ąnde voll Besucher zwischen innen.aussen.r├Ąumischer Deko. Bands, die mit Gitarren im Arm ├╝ber den Flur wandeln. Und vor allem: Wenn Weihnachts-Pop und Silvester-Dance ein Ende hat und neue, spannende Musik den Plan f├╝r das neue Jahr setzt. Also: Das innen: welt.-Festival. Und wenn ihr dabei seid. Am 9. Januar ist es wieder soweit. Zum sechsten Mal schon.

Diesmal mit: Warm Graves (Leipzig/Post-Rock), Bantam Lyons (Nantes/Indie), She Dives (Kopenhagen/Post-Pop), PoP_X (Trento/Dance), Mihle (Trondheim-Berlin/Polar-Tronics), Karo (W├╝rzburg/Lieblings-Songwriterin), toller (M├╝nchen/Indie-Folk).
Dazu Hallen-Visuals von N /\ I \/ (M├╝nchen).
Tickets gibt es ab sofort zu bestellen. Bis 21.12. f├╝r 12 Euro, danach (und ggf. an der Abendkasse) f├╝r 15 Euro. Z├Âgert nicht zu lange, die ersten sechs Ausgaben waren ausverkauft.

Warm Graves (Leipzig, Post-Rock)
“Ships Will Come” hei├čt Warm Graves’ Deb├╝talbum. Gro├čes Versprechen. Sofort eingel├Âst. Denn diese Musik kommt mit der Gewalt eines Ozeanriesen aus der Ferne. Verwirbelt mit Schiffsschraubereien aus sirrend kaskadierenden Gitarren tiefes Gef├╝hls-Meer-Wasser und l├Ąsst Wellen aus chorhaften Ges├Ąngen ├╝ber den K├Âpfen der Zuh├Ârer zusammenschlagen. Und im Maschinenraum klopfen die Drums au├čerweltliche Rhythmen. Rohe Kraft, aber nie plump oder brachial. Eher ein Geisterschiff. Es hat die vielleicht spannendste Post-Rock-Shoegaze-Cold-Wave des vergangenen Jahres geladen. Und legt in unserem Festival-Hafen an. Grandios.

Bantam Lyons (Nantes, Indie)
Als wir Bantam Lyons zum ersten Mal live gesehen haben, waren vielleicht zehn Zuschauer im Raum. Und jeder von diesen zehn h├Ątte nur die Augen schlie├čen m├╝ssen, um eine Band auf einer Mission zu h├Âren: Mit purer musikalischer Kraft und absoluter Leidenschaft ausverkaufte Clubs abrei├čen! Bantam Lyons machen Gitarrenmusik; Indie, Shoegaze, Post-Punk, oder so. Und das mit einer Menge an Inspiration, Mitteilungswillen, Grips und Spa├č – ein Wirbelsturm! – dass getrost alles vergessen werden darf, was ihr in den letzten zehn Jahren aus diesen Genres geh├Ârt habt.

She Dives (Kopenhagen, Post-Pop)
Noch so eine Meeresband. Ein Duo, mit (noch) unbekanntem Namen zwar, aber: Da spannen sich Melodieb├Âgen wie der skandinavische Himmel ├╝ber’s graue Meer. Eine Stimme liefert sonor das Salz f├╝r’s Wasser und dazwischen klappern, rascheln und zirpen Ger├Ąusche wie Eisregen, der keinen Schlaf zul├Ąsst; nur immerwaches Schauen und Erleben. She Dives sind noch ganz neu. Aber unter dem Namen Temple haben sie schon gezeigt: In Kopenhagen wei├č man, wie Pop noch funktioniert. Mit echter Tiefe. Einer Vierer-Live-Band. Und mit jeder Menge spannendem Futter f├╝r H├Ârer-Ohren und Hirne.

PoP_X (Trento, Dance)
Wir wissen jetzt, zum Ende eines langen Musikabends tanzt der innen: welt.-Besucher gerne. Und weil wir und wahrscheinlich auch ihr findet: Dass nichts schlimmer ist, als bierernster, glitzernd hipper, langweiliger Elektro… haben wir aus Italien eine longdrinklustige, wahnsinnig verspulte und verspult-wahnsinnige Wundertruppe f├╝r diesen Job engangiert: PoP_X mischen skrupel- und z├╝gellos die sch├Ânsten naiven Melodien der Welt mit den l├Ąngst vergessenen Sounds des Eurodance. Ein absolut irres Spektakel f├╝r Freunde von Tanz und Selbstironie. Findet ├╝brigens auch der italienische “Rolling Stone”.

Mihle (Trondheim/Berlin, Polar-Tronics)
Sch├Âne Dinge entstehen, wenn Gegens├Ątze einander einh├╝llen. In Mihles Fall zum Beispiel zarte Melodien in ihren digitalen Gew├Ąndern. Und eine menschenwarme Stimme mit dem elektronischen Filter, durch den sie aufgenommen wird. Wie der seltsame Gedanke, dass in all diesen winterkalten H├Ąusern tats├Ąchlich Menschen wohnen und sich erz├Ąhlen. Das passt wunderbar zusammen mit Mihles geographischer Geschichte: Aus Trondheim nach Berlin. Aber eigentlich reicht es auch, zuzuh├Âren: Denn ihre Songs greifen H├Ąnde, durch all die smart zusammengestellte Elektronik hindurch. Oder gerade deswegen.

Karo (W├╝rzburg, Deep-Songwriting)
Karo ist, sozusagen, eine “Immer-Wieder-Entdeckung”. Acht Jahre oder so mag es her sein, dass ihre mit gemeinen Text-Bissen angesetzten Akkorde zum ersten Mal f├╝r echtes Kopfkratzen sorgten: Solche Musik kommt aus Unterfranken? Aber ja! Und wer aufgeh├Ârt hat, sich zu wundern, darf sich diesen Januar ein Bier nehmen und zusehen – wie Karo aus zwei ├ärmeln Melodien sch├╝tteln und sich dann der Boden auftut. Denn harmlos ist das, was sie singt, nie. Eher wahr, oft abgr├╝ndig und immer ein trommelfellnaher Ausflug in fremde, aber selbst auch schon mal durchlebte Momentaufnahmen.

toller (M├╝nchen, Indie-Folk)
M├╝nchen, die alte Hassliebe – viele Menschen hier, die Gutes machen. Nur finden muss man sie, zwischen all dem Glitzer und Pop. Dieses Jahr haben wir tief gegraben, f├╝r unseren Talente-Slot. Und toller gefunden. So neu, dass es noch nicht mal einen Song online gibt. Aber schon jetzt eine Karteikarte zum Einordnen unter “Liebe”: Gitarre, Schlagzeug, Piano und Saxophon w├Ąrmen den Raum und Gedanken, es knarzt ein wenig und man k├Ânnte sich w├╝nschen, tollers relaxte Art Indie-Folk bald zum ersten Samstagabendbier oder zum Sonntagskater im Bett zu h├Âren. Das erste innen: welt-Bier 2016 wird diese Entdeckung bestens schm├╝cken!

Datum: Donnerstag, 01. Januar 1970

Einlass: 17:00

Veranstaltungsort: Kafe Kult

Anfahrt: Oberf├â┬Âhringer Str. 156 | Bus 188 B├â┬╝rgerpark Oberf├â┬Âhring, Tram 16 Prinz-Eugen-Park