08./09.05.15 Novo Amor, UMA, Il Tempo Gigante, Wooden Peak, Emperor X, Lloyd Williams, The Great Park, The Apartment Orchestra, G.E.F. (Pathos)

Alles begann am 8. Mai. Vor f├╝nf Jahren. Das ist uns ein Fest(ival) wert. Mit alten Bekannten. Und neuen Helden.

f├╝nf iar.e, acht Bands, ein Fest.

Wir verzichten mal auf Floskeln. Ein Satz sagt ja alles: Seit f├╝nf Jahren gibt es innen.aussen.raum. Tatsache. Darauf ein Fest!

ÔÇô f├╝nf iar.e-Festival | Fr/Sa 8./9. Mai | Pathos Transport Theater ÔÇô


Mit: Novo Amor (Cardiff), UMA (Berlin), Il Tempo Gigante (Kopenhagen), Wooden Peak (Leipzig), Lloyd Williams (Brighton), Emperor X (L.A./Berlin), The Great Park (Berlin) und weiteren.
Tickets: 10 Euro Tagesticket, 16 Euro Kombiticket – hier geht’s zum Vorverkauf.

Am 8. Mai 2010 hat alles begonnen. Mit zwei Bands, 250 G├Ąsten, einer rauschenden Party. Und zwei Stromausf├Ąllen. Und seitdem immer so: Laue Sommern├Ąchte unter Isarb├Ąumen, satte Festivalabende, geheime Gastspiele in Industrier├Ąumen, herrlich stickige Abende in kleinen Caf├ęs. Und vor allem: All die Musik! L├Ąchelnde Gesichter auf der B├╝hne, im Publikum und auch bei uns Veranstaltern.

Das m├Âchten wir feiern. Mit euch. An zwei Abenden: Einer mit liebgewonnenen Bands aus den vergangenen f├╝nf Jahren. Einer mit Musik, die wir uns schon l├Ąnger gew├╝nscht haben ÔÇô oder die einfach dem gro├čen Anlass angemessen ist. Drumherum: Alle H├Ąnde voll Licht, Basteleien und gro├čer Freude.

Programm Freitag

Il Tempo Gigante (Loop-Folk, Kopenhagen)

In f├╝nf Jahren Konzertveranstalterei sammeln sich einige schl├╝sselhafte Momente. Zum Beispiel der: Als Il Tempo Gigante im Januar 2011 die B├╝hne im Kafe Kult betrat. Als erst ein K├╝nstler und dann ein Publikum alles an Musik und Klatschen in den Raum kippten, was Herz und H├Ąnde hergaben ÔÇô wenn alles an seinen Platz f├Ąllt. 2011 ist im Vorbeirauschen der Jahre lange verblasst. Aber Il Tempo Gigante ist immer noch einer der bedingungslosesten und gro├čartigsten (Folk-/Loop-)K├╝nstler mit den gr├Â├čten Geschichten auf den B├╝hnen… Und nat├╝rlich nutzen wir nochmal die Gelegenheit, alles zusammenzubringen!

Emperor X (Post-Indie-Folk, LA/Berlin)

Noch ein junger Herr, der ├╝berall Musik ist: Unter dem Isar-Baum sollte er im August 2012 spielen, dann kam der Monsun – und stattdessen spielte Emperor X und flatternden Lichtern in Briefen im Provisorium. Macht(e) gar nichts, denn Chad Matheny erz├Ąhlt seine Texte auf seine Art und benutzt seine Gitarre auf seine Art – und macht damit in jedem (pardon) verdammten Raum greifbar, wie das Leben ist: Gro├č im kleinen, und verwirrend und melancholisch und sch├Ân und Elektrizit├Ąt in schwirrenden Dr├Ąhten. Das solltet ihr euch dringend noch einmal anh├Âren!

The Great Park (Problem-Folk, Berlin)

The Great Park, Stephen Burch, ist nicht nur ein au├čergew├Âhnlicher Geschichtenerz├Ąhler (mit eigenen Worten, Bildern, Zeiten und einer Gitarre f├╝r die Abgr├╝nde des Lebens) – sondern auch ein wichtiger Mann f├╝r die Geschichte dieses kleinen Vereins: Mit The Great Park und dem Ansinnen, ihm kurzfristigst einen freien Tag in M├╝nchen zu ├╝berbr├╝cken, begann all das bunte Isartreiben. Nun vergn├╝gen sich seit bald f├╝nf Jahren sch├Âne Stadtkinder, Musiker und Gefaltetes am Fluss. Und wir begr├╝├čen The Great Park nach ungez├Ąhlten Touren wieder bei uns.

G.E.F. (Indielectro-Frickelei, M├╝nchen)

So lange es so britzelt, knarzt und funkelt ist es sch├Ân. Sogar, wenn es aus M├╝nchen kommt. G.E.F. sind der Beweis. Mit wild verdrahteter Elektronik, frei brummenden Basssaiten und glitzernden Tupfen aus diesem und jenem machen diese drei jungen M├Ąnner die feinste Musik. ├ťber-M├╝nchen-gro├č. Dass diese Songs noch nicht so recht den Weg in die weite Welt gefunden hat, ist etwas r├Ątselhaft. Aber bietet immerhin die Gelegenheit f├╝r einen neonlichternden Start in eine lange Party.

Aftershowparty: Fr├╝her War Alles Lauter (Muc)

 

Programm Samstag

Novo Amor (Folk-Pop, Cardiff):

Ali Lacey aus Wales ist eine w├╝rdige neue Liebe, eine meerwasserfrische: Die Ruhe im Wellengang, ein k├╝hler Wind in den Keyboards und die Geschichte vom Strand am anderen Ende der See in der Stimme. Alles gut (und nur ein bisschen traurig), solange die H├Ąuser auf den Klippen gr├╝├čen und immer noch ein neuer Morgen wartet. Ein bisschen Bon Iver und Daughter hat Ali sicher auch geh├Ârt… Das ist schon mal f├╝r 200.000 Aufrufe auf Youtube gut. Und, wichtiger: F├╝r einen gro├čartigen Fr├╝h-Sommer-Abend in voller Bandbesetzung.

UMA (Elektro-Pop, Berlin)

Elektronischer Pop ist ├╝berall. Das gro├če Ding. Das bringt uns zum Seufzen. Meistens entnervt. Und (fast) nur im Falle von UMA in melancholischem Behagen. Denn Ella und Flo schielen nicht nach dem Hype, sondern nach dem perfekten Sound: Die Beats wohldosiert, die Frickeleien exquisit – und der Gesang schmilzt erst in der Bauchgrube zu einem sachten Ziehen. Und nicht schon auf dem Trommelfell zu Zuckerwasser. In dieser sch├Ânsten Form kommt uns auch Elektropop ins Haus.

Wooden PeakÔÇő (Post-Pop, Leipzig)

Zwei gute Gr├╝nde f├╝r ein Konzert mit Wooden Peak: Diese beiden versierten Musiker haben noch nie in M├╝nchen gespielt. Und p├╝nktlich zum 9. Mai bringen sie eine neue EP heraus. Dann gibt es noch einen mehr als guten, zwingenden Grund: Wooden Peak _klingen_ so gut, wie sonst kaum eine Band zur Zeit. Jedes Millidezibel Drum an seinem Platz, jeder Song ein kleines, komplexes Wunderchen in warmem Post-Sound – und eine Einladung auf Bilderreise durch wogende Felder, flirrende Stadthitze und andere Sch├Ânheiten.

Lloyd Williams (Insel-Folk, Brighton)

Allzu viel Musik, die uns .r├Ąumler dieser Tage begeistert gibt es – vielleicht ├╝berraschenderweise – gar nicht. Und dann passt es auch manchmal mit dem Datum nicht. Aber wenn ein Konzert, bestehend nur aus einem Mann, seinem Banjo, der Gitarre, einer Art Fu├čorgel und gro├čer, schwingender Stimme so einen Eindruck hinterl├Ąsst, dann macht man es eben passend – auch wenn es zwei M├╝nchen-Konzerte in sechs Wochen sind. Lloyd Williams kann gar nicht oft genug in M├╝nchen spielen, bevor er (bald) ber├╝hmt und europabekannt wird. Schaut es euch schnell nochmal an!

The Apartment Orchestra (Akustik-Folk, N├╝rnberg)

…das ist ein sch├Âner Grenzfall: Denn The Apartment Orchestra haben noch nie bei uns gespielt. Unter diesem Namen. Im Sommer 2013 waren die beiden musikalisch noch „Flo Kenner & Linda Rum“ und haben an der Isar allersch├Ânst einen denkw├╝rdigen Abend er├Âffnet. Jetzt machen sie zusammen Musik, so richtig als kleine Band. Wir finden: Das ist eine ganz wunderbare Geschichte, an der wir vielleicht einen kleinen Anteil haben. Und freuen uns sehr, dass das kleine Orchester mit seiner fliegend leichten, tr├Ąumerischen akustischen Musik unseren Jubil├Ąumssamstag gleich aufs richtige Gleis heben wird!

Aftershowparty: Ruthless Ruth (Wien) und Naumative (i.a.r.)


Daten und so: f├╝nf iar.e-Festival | 8./9.5.2015 | Tagesticket 10 Euro VVK/12 Euro AK, Kombiticket 16 Euro/18 Euro | Pathos Transport Theater, Dachauer Stra├če 112d | Tram 20/21, Bus 53 Leonrodplatz

Hier geht’s zum Vorverkauf.