12.09.16 Black Oak, Hello Piedpiper (Isarufer, unterm Baum)

Letzte Chance – genutzt: Doch noch einmal Sp├Ątsommer am Ufer der guten, alten Isar. Mit fantastischen klaren Akustikkl├Ąngen von zwei niederl├Ąndischen Songwriting-Meistern.

Happy End: Gespr├Ąch unter B├Ąumen.

So ein Sommer – der wochenlange seine warmen Abende mit Monsunregen k├╝hlt und erst im Fr├╝hherbst sicher auf zwei Beinen steht – ist genau der Sommer, der zur Verabschiedung ein paar melancholische Songs braucht. Also haben wir bis zum letzten Tag gewartet, um das Happy End zu organisieren: Noch einmal 25 Grad, Gro├čstadtisar, ein Bier in der Hand und frische Musik am Ohr. Diesmal von drei Songwriting-Meistern in zwei Bands.
Karten m├╝ssen wie immer nicht gekauft werden. Nur Geld ins Spendenglas geworfen werden. F├╝nf Menschen aus dem fernen Westen – das ergibt schlie├člich insgesamt einiges an Benzingeld.

Black Oak (Niederlande, Indie-Folk & -Songwriting)

Ihr kennt diese Herren vielleicht: Sie schreiben sonst die Songs f├╝r I Am Oak und The Black Atlantic; zwei der feinsten leisen Indie-Folk-Bands, die Westeuropa zu bieten hat. Jetzt tun sie das eben zusammen – und bringen noch zwei Mitstreiter mit. Das Ergebnis klingt wie gemacht f├╝r einen Isarabend: Gitarren und Stimmen verflechten sich. Basssaiten brummen wie dicke Wurzeln. Die Melodien sind das Laub im Wind… Beste Aussicht, ein wenig be(un)ruhigendes Schaukeln und den Horizont mit dem Herbst im Blick.
„Equinox“ hei├čt Black Oaks Album, nach dem englischen Begriff f├╝r die Tag- und Nacht-Gleiche. Um zehn Tage sind wir an diesem Datum vorbeigeschrammt. Trotzdem wird das ein fantastische Ausflug in Black Oaks Klangwelt aus Tag und Nacht, hell und dunkel, werden und vergehen – und so weiter. Eine Konzertstunde, die aufs allersch├Ânste vergehen wird.

Hello Piedpiper (K├Âln, Singer-Songwriter)

Hier prasseln mehrlagiges Gitarrenfeuer, Pickings und schweifende Verzierungen – und eine klare Singstimme packt die Geschichte in trockene T├╝cher zusammen.
Bei Hello Piedpiper passiert also immer einiges gleichzeitig, aus nur zwei H├Ąnden und einer Stimme. Und in den K├Âpfen der Zuh├Ârer. M├Âglich, dass ihr euch zur selben Zeit an die Folksongs vom Plattenspieler, an den Sommer vor drei Jahren und das Schweigen unterm Kopfh├Ârer von vor zwei Stunden erinnert f├╝hlt und dazu in Ruhe den Passanten am Isarweg nachschaut.
Um dann am Ende als ruhigere Menschen wieder aufzuwachen. Ein Effekt sowie bei, nun ja: Den Kings of Convenience, Paul Simon oder Iron & Wine. Und ja, ja – man kann diese Vergleiche tats├Ąchlich wagen, auch wenn Hello Piedpiper nicht aus Norwegen oder den amerikanischen S├╝dstaaten, sondern ’nur‘ aus K├Âln-Ehrenfeld nach M├╝nchen kommt.

Daten und so: innen: stadt. aussen. | 12.9.2016 | Beginn 20.00 Uhr | Isar-Ostufer, n├Ârdlich der Wittelsbacher Br├╝cke | U1, U2 Kolumbusplatz, Bus 58, 123 Baldeplatz (n├Ąher!) | Eintritt: frei, Spende sehr erw├╝nscht | Bier: vorhanden, 2,50 Euro die Flasche Isarkindl.