04.05.19 Aiming For Enrike, Sigtrygg (zehner)

Über innen.aussen.raum von London nach Tokio – Aiming For Enrike spielen Zuhörer in einen Tunnel aus irrem Sound. Und sich selbst gerade Richtung Ruhm. Aber für heute sind sie noch unser Geheimtipp…

Bevor wir mit euch in die akustische Sommersaison gehen: Bitte noch einmal eskalieren! Mit einer Band, die allein mit Gitarre und Drumset einen so zum ekstatischen Zucken einladenden wie catchy und zutiefst verwirrenden Orkan entfesselt. It’s a blast… Wir vermuten, ihr werdet so begeistert sein wie wir.

Aiming For Enrike (Oslo/Analogue Indielectro)

“Hypnotisierend” ist noch eines der züruckhaltenderen Worte mit denen diese Band schon jetzt bedacht worden ist… Aiming For Enrike sind ein Phänomen: Mit nur vier Händen und ein wenig analoger Technik spielen diese beiden Herren einen rauschenden, krachenden, verwirrenden Wirbelsturm aus Musik herauf. Wer will, hört Songs, die klingen wie das Internet: Ein Highspeed-Bombardement aus Ideen, Bildern, Fetzen und Sounds – und zwischenrein flirren betörende Melodiebruchstücke und ein Groove, der Fußgelenke zum Zucken bringt. Es ist: Beeindruckend, wild, anstrengend. Ein Tunnel. Und am Ende vielleicht karthatisch. Wenn sich Musik anfühlt, wie das echte Highend-Leben, das auf uns einprasselt.


Eigentlich wollten wir Aiming For Enrike schon für das innen: welt. im Januar nach München holen. Nun kommen sie auf Tournee vorbei. Nur zwei Deutschlandkonzerte gibt es. Und sie stehen zwischen Terminen in London, Paris, Prag – und Tokio. Niemand kann voraussagen, wie sowas im Musikgeschäft läuft. Aber gar nicht unwahrscheinlich, dass sich hier kommende Helden irgendwo zwischen Indie und Elektrowahnsinn einrichten. Am besten, ihr schaut sie schon jetzt an – im wunderbar engen Zehner-Club, nahe des Sendlinger Tors. Der nächste Stopp könnten die großen Festivals sein.
Hui.

Sigtrygg (München/Self-Made-Synth)

Das passt: Wo Aiming For Enrike ziemlich elektronische Sounds aus analogen Instrumenten holen… Verwandelt Sigtrygg die unsichtbare Hexerei des Elektronischen in etwas ziemlich Greifbares: Aus großen, selbstverkabelten Kisten kommen hier erstaunliche Sounds – was ein ziemlich faszinierender Vorgang ist. Der mal entfernt nach Notwist und Console klingt. Und mal satt schmatzen darf.
Wie genau er das macht, wissen wir auch nicht so richtig. Aber es klingt gut. Und ist spannend anzusehen. Für elektronische Sounds ist das so in etwas das, was die offene Küche für die Gastronomie ist. Schmeckt nicht nur gut, sondern macht auch Spaß. In diesem Fall wirklich. Und mal wieder sind wir erstaunt: Auch das gibt es in München. Ihr solltet mal probieren.

Daten und so: 4.5.2019 | Einlass tba | zehner, Thalkirchner Str. 10 (Eingang Fliegenstraße) | U1/U2/U3/U6 Sendlinger Tor | Eintritt: 10 Euro | Bier kommt vom zehner (3,60/0,4l)

Hier geht’s zum Kartenvorverkauf.